Greven. Wie lösen wir den Wohnungsengpass im Kreis Steinfurt – das war die Hauptfrage beim Gespräch des CDU-Landratskandidaten Mathias Krümpel, der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek und dem Grevener Immobilienunternehmer Albert Sahle. Die Wohnraumnutzung verändere sich, erklärte Sahle. Nur ungefähr ein Viertel seiner Wohnungen werde noch an Familien vermietet. Immer mehr Wohnungen würden von maximal 2-3 Personen bewohnt und dies habe Auswirkung auf den Wohnungsmarkt. „Wir müssen noch stärker in Regionen denken und nicht so sehr als einzelne Kommune!“, sagte auch Mathias Krümpel. Gerade Wohnungen im mittleren Preissegment würden sowohl von jungen Leuten als auch von Senioren stark nachgefragt, weiß Krümpel, der bisher in Rheine Stadtkämmerer und Leiter der Wirtschaftsförderung ist. Allerdings sei fraglich, wie eine mögliche kreisweite Wohnungsbaugesellschaft hier zur Lösung beitragen könne, denn das eigentliche Problem sei der Mangel an Baugrundstücken und die Komplexität des Planungsrechts und diese würden dadurch nicht gelöst.

Der stärkere Ausbau des ÖPNV sei ein weiteres Zukunftsthema, stellte Anja Karliczek klar. „Wenn wir es schaffen, mehr Schnellstrecken zu etablieren, Zubringerdienste aufeinander abzustimmen und Mobilstationen attraktiv zu gestalten, wird der Umstieg auf ÖPNV deutlich attraktiver und der Druck auf Ballungszentren kleiner.“, ist die Abgeordnete überzeugt.

« Der Klosterwald Hörstel-Gravenhorst ist Teil des Flächenpools der Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt Besuch im Emsdettener Wasserwerk Ortheide »