(v.l.n.r.) Jan Haverkamp, Jürgen B. Schmidt (Geschäftsführer), Stefan Ahmann, Mathias Krümpel, Norbert Wessling, Helga Overesch, Christian Erfling, Christian Schröder(Technischer Leiter)

Nach der Begrüßung durch Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen B. Schmidt und den technischen Leiter Christian Schröder, wurden die moderne Technik und die Leistungsfähigkeit der Wasserwerke vorgestellt. Die Stadtwerke betreiben zwei Wasserwerke (Ortheide und Grevener Damm) und drei Wassergewinnungsgebiete (zusätzlich Veltruper Feld). Aus diesen drei Gewinnungsgebieten versorgen die Stadtwerke die Stadt Emsdetten und die Stadt Horstmar sowie die Gemeinden Laer, Metelen, Saerbeck und Schöppingen mit Trinkwasser. Die Grundwasserentnahme ist in den letzten Jahren auf rd. 3,6 Mio. m³/a leicht angestiegen, Entnahmerechte bestehen in Höhe von 4,2 Mio. m³. Das voll automatisierte und mit entsprechender Prozessleittechnik ausgestattete Wasserwerk Ortheide kann bis zu 2,9 Mio. m³ Grundwasser zu Trinkwasser aufbereiten. Im Anschluss an die Führung diskutierte die Runde die heutigen Herausforderungen der Wassergewinnung. So wird z.B. der Nitratgehalt des Wassers permanent überwacht – aber auch der Grundwasserspiegel, der aufgrund der vergleichsweise trockenen und warmen letzten drei Jahre derzeit um ca. 1 Meter gesunken ist, ist kritisch zu hinterfragen und zu beobachten.

Im Hinblick auf den Nitrateintrag blicken die Stadtwerke auf eine mehr als 25 Jahre andauernde erfolgreiche Kooperationsarbeit mit der Landwirtschaft zurück. In dem Zusammenhang werden viele Flächen im Wasserschutzgebiet nur noch extensiv, d.h. mit deutlich reduzierter Düngung und dem Anbau von Ackergras bewirtschaftet. Bezüglich der reduzierten Grundwasserstände werden von den Stadtwerken aktuell weitergehende Kooperationen mit benachbarten Wasserversorgern untersucht, ebenso wie eine optimierte Bewirtschaftung durch Sanierung oder Neubau einzelner Brunnen.

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